Weihnachten im Harz

Vom 03. bis 05. Dezember waren wir zur Weihnachtsfeier im Harz. Unter Corona-Bedingungen war es in diesem Jahr schwieriger als sonst, obwohl alle Member vollständig geimpft sind. Mario hatte die Fahrt vorbereitet und musste sich aus dem gleichen Grunde mächtig mühen, um alle Unwägsamkeiten aus dem Wege zu räumen. Er hat seine Aufgabe wieder zur Zufriedenheit aller gemeistert.

Im Harz angekommen begannen wir die Wochendparty in Quedlinburg auf dem Weihnachtsmarkt. Voraussetzung für den Einlass in den abgesperrten Teil, den eigentlichen Weihnachtsmarkt, war 2G+. Das konnten wir erfüllen. Also spazierten wir vorbei an den Buden und konsumierten Glühwein, Thüringer Bratwurst und Grünkohl, War alles lecker.

auf dem Weihnachtsmarkt in Quedlinburg auf dem Weihnachtsmarkt in Quedlinburg auf dem Weihnachtsmarkt in Quedlinburg

Danach ging es zum Hotel, dem Morada in Alexisbad im wunderschönen Selketal. Nach einem sehr guten Essen konnten wir uns in den Keller zurück ziehen. Wir hatten die 2-Bahn-Micro-Bowlinganlage nur für uns. Es wurde ein super lustiger und sehr feuchter Abend.

Kegelabend Kegelabend

Trotzdem waren wir am Samstagmorgen für Unternehmungen bereit. Zunächst führen wir ins Kyffhäusergebirge und besichtigten die Barbarossahöhle. Sie ist eine von nur zwei zugänglichen Anhydrithöhlen weltweit. Die zweite befindet sich in 3030km Entfernung in Kungur im Ural und ist eine Eishöhle. Anhydrit oder Anhydritspat besteht aus Kalziumsulfat. Der Anhydrit bindet in der feuchten Höhlenumgebung Wasser. Er vergrößert dadurch sein Volumen um bis zu 60% und wird damit zu Gips umgewandelt. Dieser löst sich von der Gesteinsoberfläche und hängt im Laufe von hunderten oder tausenden Jahren in Lappen herab. Bemerkenswert sind die extrem klaren unterirdischen Seen, die auf Grund der Spiegelungen eine große räumliche Tiefe vortäuschen.

in der Barbarossahöhle aus dem Anhydrit wird im Laufe vieler Jahre Gips in der Barbarossahöhle

In die Höhle soll sich Barbarossa, der alte Kaiser Friedrich I. zurückgezogen haben, an einem Steintisch sitzend schlafen, um alle hundert Jahre zu erwachen und eventuell wieder aufzutauchen, das Deutsche Reich zu retten und zu neuer Herrlichkeit zu führen. Als wir jetzt neben dem Tisch standen, war der Sessel allerdings leer.

der Platz des alten Kaisers Barbarossas Stuhl war leider leer

Nach der Höhlentour fuhren einige von uns nach Bad Frankenhausen. Hier hat der Leipziger Maler Werner Tübke zwischen 1976 und 1987 das weltweit größte Ölgemälde erschaffen. Im Panorama Museum ist das 14x123 Meter große Werk zu bestaunen. Tübke schuf hier ein Abbild einer Epoche, der Renaissance. Im Zentrum aber ist die Schlacht von Frankenhausen, einer der bedeutendsten Schlachten des Deutschen Bauernkrieges dargestellt. Am 15. Mai 1525 kämpften hier 8000 aufständische Bauern gegen ein Heer von 6000 Söldnern. 6000 der Bauern unter Führung von Thomas Müntzer verloren an diesem Tag ihr Leben..
Das Bild aber ist unbedingt sehenswert. Beim Eintreten in den Panoramasaal erlebt man einen Wow-Effekt.
Leider ist das Fotografieren des Bildes nicht erlaubt, deshalb hier der Link zum Betrachten des monumentalen Gemäldes. Panoramabild

vor dem Panoramamuseum vor dem Panoramamuseum vor dem Panoramamuseum

Eine andere Gruppe steuerte nochmal zum Weihnachtsmarkt. Da dieser in Harzgerode abgesagt worden war, zogen sie weiter nochmals nach Quedlinburg.

in Quedlinburg in Quedlinburg

Zum Abendprogramm im Hotel hatten wir Dolinda, die singende Hexe aus Wernigerode gebucht. Wir kannten sie bereits von einer Führung durch die schöne Stadt Wernigerode. Jetzt unterhielt sie uns mit lustigen und frivolen Hexensprüchen, Trinksprüchen und Liedern. Der Abend wurde wiederum sehr spaßig und feucht.

ein sehr schöner Abend mit Dolinda Dolinda

Am Sonntag nach dem Frühstück ritten wir wieder von dannen. Es war wieder einmal ein sehr schönes Wochenende.

der Reiter des Hirsches Frohe Weihnacht

geschrieben wie erlebt: Andreas

mehr Fotos gibt es in der Galerie

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