Karpatentour - Sommerurlaub 2026
Reise nach Rumänien - vorwärts in die Vergangenheit

Und tatsächlich ging es nach über 35 Jahren für uns 2 Toppis wieder nach Rumänien. Wir waren von 1988 bis 1991 als Familie in diesem, damals bitterarmen Land und nun mit gemischten Gefühlen auf dem Weg zurück in die Vergangenheit. Aber als Urlauber. Also entspannt.

25.05.2026 Montag
Pünktlich um 9.18 Uhr ging es in RN los und mit einer kleinen Biege zum Ostsee bei Cottbus waren wir nach ca. 470 km gegen 17.00 Uhr in Breslau, haben die Fahrzeuge in der Tiefgarage geparkt und die Wohnung bezogen. Der hauseigene Sicherheitsdienst gestattete es uns sogar die Bikes und den Transporter zu parken.

 

Blick aus unserem Hotelzimmer in Breslau auf die Oder Markt

Nach kurzer „Anmeldung“ bei Adam von AGM und ca. 20 Sprachnachrichten später zur Freizeitgestaltung in seiner Stadt gingen wir in die Altstadt und setzten die Tipps um. Tolles Abendbrot gab es in der empfohlenen und schon reservierten Gaststätte. Später zogen wir in den „Heiligen Jan“ mit Bier- und Whiskybar vom Feinsten um, waren gegen 23.30 Uhr in unserer Wohnung und planten den nächsten Tag. Nach den Tipps von Adam!

in der Bierbar Biersorten ohne Ende

26.05.2026 Dienstag
Das mitgebuchte Frühstück stand vor der Tür und wir mussten uns sputen, denn Adam hatte den Tag in Minutentakt für uns geplant. Er selbst war bei der „Super-Rally“ in Dänemark mit seiner Frau Goisa. Also alles von ihm per Handy organisiert!
Ein Highlight nebenher in Breslau waren und sind die Zwergenskulpturen, die überall in der Stadt verteilt sind. 20-30 cm groß, aus Bronze gegossen und mit unterschiedlichen Thematiken stehen sie vor Geschäften, die sie privat angeschafft und aufgestellt haben - seit 2001 ca. 1200 Stück. Die Geschichte der Zwerge beruht auf gewaltlosem Widerstand von Studenten in den 80ziger Jahren gegen das kommunistische System: “Die orange Alternative“. Die von uns gefundenen Zwerge findet ihr auf den Bildern, manche versteckt und andere offensichtlich. Schöne Art der Erinnerung an turbulentere Zeiten. Uns haben sie auch etwas erinnert an die Loriot- Möpse in der Stadt Brandenburg an der Havel.

Zu den Zwergen, die wir in Breslau entdeckt haben:

Zwerg

Aber weiter mit der Tagesplanung. 11.00 Uhr Stadtrundfahrt mit Pawel, natürlich organisiert von Adam. War eine tolle Fahrt, da „Paul“ alles in Deutsch erklärte. Wir stiegen etwas vorfristig am Panoramagebäude aus. Ein Haus, extra gebaut für ein riesiges Gemälde von 15 m Höhe und 114 m Umfang. Es stellt die Schlacht der Polen gegen Russland im Jahr 1794 dar. Sie gewannen diese Schlacht, konnten aber damit nicht ihr Land befreien. Also eine riesige Bedeutung für die Polen!

Stadtrundfahrt in Breslau Stadtrundfahrt in Breslau Stadtrundfahrt in Breslau

 

Aber der nächste, von Adam anberaumte Termin wartete. Wir sollten von einem Mitarbeiter von  AGM abgeholt werden, um in der AGM-Kantine mit echt polnischen Essen verwöhnt zu werden. Überraschung: es kam kein Mitarbeiter aus Breslau, sondern Goisa selbst! Die Frau von Adam war am Vorabend in Dänemark gegen 22.00 Uhr losgefahren, um uns dann in Breslau um 15.00 Uhr abzuholen. Verrückt! Überraschung gelungen! Das Essen in ihren Geschäftsräumen war sehr schmackhaft und traditionell.

bei AGM mit Gosia bei AGM mit Gosia

Danach ging es mit einem “Uber” zurück in die Altstadt zur Bierverkostung im „Spiz“ mit Schmalzbrot und Gürkchen, anschließend nach „Hause“ und zur Vorbereitung unserer Abfahrt am Mittwoch.

letzter Abend in Breslau letzter Abend in Breslau

27.05.2026 Mittwoch
Frühstück, packen und los. Um 10.00 Uhr lief der Zugangscode der Wohnung ab. Im Gewimmel der Großstadt raus Richtung Kattowitz. Erstmal zum Harley-Händler, da bei Toppi die Schraube für den Soziussitz verloren geglaubt war. Seit polnischer Grenze! Aber ein Wunder: der Harley Mitarbeiter fand sie eingeklemmt zwischen Gepäckträger und Kennzeichen. Nach knapp 400 km Mitfahrt tat sie dann wieder Ihren Dienst.

bei Harley in der Nähe von Kattowitz bei Harley in der Nähe von Kattowitz

Wir wollten uns das Lager Ausschwitz-Birkenau ansehen. Leider war eine individuelle Besichtigung nicht möglich und Online-Buchungen nur im Voraus. Also draußen bleiben und Kaffeepause.

Auschwitz Auschwitz Auschwitz

Wir fuhren weiter südöstlich nach Zakopane. Gegen 1/2 acht waren wir bei unserer Pension „Villa Belweder“ und die war einzigartig: eine Mischung aus traditioneller Bauweise mit Wohnungen von den Hobbits. Die sogenannte „Zakopane-Architektur“ ist speziell und existiert seit dem 19. Jahrhundert. Die Häuser sehen aus wie zwei Häuser mit Satteldach, die im Winkel von 90° zueinander ineinandergesteckt wurden. Interessant. Zum Abendessen mussten wir leider zu Fuß bis in die tiefergelegene Innenstadt, da noch keine Skisaison war, schlossen viele Gaststätten ab 20.00 Uhr. Ein Bolt fuhr uns dann wieder in die Villa.

Zakopane Zakopane

28.05.2026 Donnerstag
Ein liebevoll angerichtetes Frühstück und tiefgreifende Gespräche mit einem Ex-Polen über Politik, Gesundheitswesen u.a. stärkten uns für die Weiterfahrt, um 10.30 Uhr Richtung Ungarn. Ca. 340 km. Wir umrundeten die hohe Tatra, sahen die höchsten Berge dann von der slowakischen Seite und immer weiter durchs flache Ungarn mit seinen Dörfern und schlechten Straßen bis kurz vor der ukrainischen Grenze. Vasarosnameny liegt etwa 15 km davon entfernt. 17.30 Uhr trafen wir in unserem Hotel ein. Hotel ist etwas untertrieben. Eine riesige Anlage. War bestimmt mal ein Marstall. Einkehrschwung mit hiesigen Köstlichkeiten: Palinka und Borsodi.

hinter uns die Hohe Tatra im Hotel in Vasarosnameny in Ungarn

29.05.2026 Freitag
Nun ging es in unser Zielland: Rumänien. Nur 240 km, die aber fast 5h Zeit in Anspruch nahmen. Der Grenzübergang war total verwaist. Kennen wohl nicht viele. Unser Ziel: Cluj-Napoca -Klausenburg-, die zweitgrößte Stadt Rumäniens mit knapp 300.000 Einwohnern. Wir schlängelten uns durch den Stadtverkehr und gelangten zu unserer Unterkunft auf einem Berg hoch über der Stadt. “Rodizio“ war neu und modern, erst 9 Jahre alt und von vielen jungen Leuten geführt. Der Innenpool war wirklich innen, im Restaurant. Aber Wasser für uns noch zu kalt. Einkehrschwung und gemütlicher Abend auf dem Gelände.

die Grenze von Ungarn nach Rumänien im “Rodizio“ in Cluj-Napoca

 

30.05.2026 Samstag
Auf nach Brasov-Kronstadt - auf besseren Straßen und die Karpaten fest im Blick. Kaffeepause in Sighishoara und dann durch Brasov in den südöstlichen Außenbezirk zum „Grand Hotel“. Brasov hat auch 280.000 Einwohner. Das „Grand“ im Namen ist wohl schon ein Weilchen her. Der Putz und die Fliesen im Pool bröckelten. Aber nicht so schlimm, das Personal kümmerte sich um uns. Wir mussten unseren Einkehrschwung in die „Wohngebietsgaststätte“ verlegen und aßen auch gleich zu Abend.

weite in Richtung Kronstadt weite in Richtung Kronstadt das Grand Hotel in Brasov

31.05.2026 Sonntag
Es sollte ein regnerischer Tag werden und nach einem deftigen rumänischen Frühstück ging es mit Bolt zur Seilbahnstation am Fuße des Hausberges „Tampa“. Der Berg ist 960m hoch. Oben angelangt war es abenteuerlich, die Kuppe zu erkunden. Die Berufsgenossenschaft hat bei den Kletterwegen nicht mitgeredet. Wieder unten in der Altstadt Besichtigung von „schwarzer“ Kirche (wg. eines Brandes), Markt und Rathaus. Auf dem Markt war viel los. Ein kleines Volksfest. Abendbrot auf dem Markt und mit Bolt zurück ins Hotel.

Blick vom Tampa

 

 

01.06.2026 Montag
Ruhiger Tag, Regentag, Zootag! Da der Zoo gleich um die Ecke vom Hotel gelegen lag, beschlossen wir, ihn zu besuchen. Es war auch Kindertag in Rumänien, der für alle ein freier Tag war - gesetzlich. So spazierten wir durch den Zoo und genossen das Wetter, da es nicht so kam, wie die Apps es vorausgesagt hatten. Nur etwas Niesel. Die meisten Tiere dösten oder waren außer Haus. Keine Bären. Nur die Robben und Pinguine waren aktiv. Im Zoocafé Pause und dann zurück zum Hotel. Abendbrot gab es dann wieder in unserer Wohngebietsgaststätte, wo auch der nächste Tag vorbereitet wurde. Huhhh, es geht nach BRAN. Das alte Transsilvanien lockt.

im Zoo von Brasov im Zoo von Brasov im Zoo von Brasov

02.06.2026 Dienstag
Nach dem Frühstück fuhren wir mit Bolt-Premium nach Bran, was nur 25 km entfernt war. Angekommen am Fuße der Burg mussten wir erstmal jeder ein Schirm kaufen. Aber die Marktschreier waren vorbereitet. Unsere online bestellten Karten galten für 12.00 Uhr und pünktlich ging es im Niesel los zur Schlossbesichtigung derer zu Dracul, seinen Vorgängern und auch Nachfolgern. Vorgänger waren die Ordensritter aus Deutschland, die ein ungarischer Herrscher hier installierte, um Angriffe aus dem Osten abzuwehren. Nachfolger war die Prinzessin Ileanu, eine schillernde Persönlichkeit Europas. Vlad Tepes hat nicht nur die Geschichte des Untoten Dracula begründet. Nein er wurde auch Vlad, der Pfähler genannt, weil er wohl mehrere tausend Türken auf Pfähle gespießt hatte aber auch einheimische Bojaren. Nicht nett.

zu Besuch beim Grafen Dracul zu Besuch beim Grafen Dracul zu Besuch beim Grafen Dracul zu Besuch beim Grafen Dracul

 

 

Gegen 14.00 Uhr ging es mit Bolt wieder zurück nach Brasov. Mit dem gleichen Fahrer wie auf der Herfahrt! Zufälle gibt es!!? In Brasov dann weiter mit Altstadt, orthodoxe Kirche, Kaffee und zu den Befestigungstürmen “Weißer Turm” und ”Schwarzer Turm”, hoch über der Stadt. Am Markt dann gemütliches Abendbrot, ins Hotel und gehofft, dass das schlechte, feuchte Wetter ab morgen vorbei sei.

die orthodoxe Kirche der Weiße Turm Blick auf die Kronstadt vom Weißen Turm aus der Schwarze Turm

03.06.2026 Mittwoch
Hat geklappt mit dem Wünschen. Wir fuhren bei trockenem Wetter jetzt wieder westwärts nach Sibiu-Hermannstadt. Schon gegen 15.00 Uhr trafen wir ein. Es war ja nicht so weit. Und die Unterkunft ist erwähnenswert. Die Pension wurde 2025 aus- und umgebaut. Eigener, abgeschlossener Parkplatz vor dem Haus. Alles neuer Standard, sehr sauber und toller, netter Inhaber, der sie mit seinen Kindern betreibt. Der Sohn hat uns auch geholfen beim Einkehrschwung. Bei Bedarf Adresse bitte bei Pucki erfragen. Sie lag nur 5 Gehminuten von der Innenstadt entfernt. Nach der Ankunft gingen wir dann ins Restaurant um die Ecke zum Abendessen und zur Planung des nächsten Tages.

durch Sibiu Ankunft in unserem Hotel Einkehrschwung

04.06.2026 Donnerstag
Nach einem sehr guten Frühstück ging es in die Altstadt, von einem Markt zu anderen, von einem Cafè zum nächsten um Touristen und Andere bestaunen. Die Stadt ist voll. Junge Menschen, die festlich gekleidet waren und Hüte trugen, die auf eine Graduierung hinwiesen. Und tatsächlich, es waren Schüler, die ihr Abitur erhalten hatten. Wir spazierten mit und besuchten die Lügenbrücke, die mehrere Legenden bedient. Aber auf jeden Fall ist sie die älteste gusseiserne Brücke Rumäniens.

die Lügenbrücke der Dom der Dom

Wir sahen uns die evangelische Kirche an und erfuhren eine Menge Details von einer Mitarbeiterin, die zufällig auf uns traf und frei von der Leber in Deutsch alles erzählte. Über den Bau, die verschiedenen Orgeln in der Kirche von der kleinsten bis zur „Sauer“-Orgel aus Frankfurt/O. Und wir erfuhren, dass der Sohn von Vlad Tepes, Michael der Böse, hier nach seiner Ermordung 1510 seine letzte Ruhe gefunden hatte und seine Grabplatte an der Wand hängt. Gruselig.

im Dom die Grabplatte des Sohn von Vlad Tepes

Um uns abzulenken stiegen wir die 200 Treppenstufen des Kirchturms hoch. 55m hoch entstanden Fotos und der Sticker Ladies of Harley fand einen Platz. Wieder unten im Hauptschiff erklang noch ein Orgelkonzert zur Probe, da am Freitag ein Konzert gegeben wurde. Dann an der Stadtmauer, weiter unten, Abendbrot mit Bierprobe. Die Absprache für den nächsten Tag sah dann vor die „Transalpina“ zufahren, da die „Transfagaras“ noch nicht für den Verkehr freigegeben war. Erst Ende Juni.

 

 

 

05.06.2026 Freitag
Nach dem Frühstück fuhren wir zu viert etwa 25 km nach Westen, um die Transalpina, Nationalstraße 67C zu befahren. Lt. Aussage einer Bewohnerin aus Brasov ist das die schönere der beiden Straßen, die durch die Karpaten führen. Sie ist etwa 150 km lang und wurde mal von den Römern angelegt, um Bodenschätze wie Gold von Transsilvanien - damals Dakien - nach Rom zu schaffen. Aber auch diese Straße ist nicht ganzjährig zu befahren und ab 20.00 Uhr abends bis 8.00 morgens gesperrt. Aus zeitlichen Gründen konnten wir nur bis zum Oasa-Stausee fahren.

Transalpina Transalpina Transalpina

Nun suchten wir eine West-Ost-Verbindung, um wieder nach Sibiu zu kommen. Nur Wald- und Forstwege. Dann trafen wir auf die Nationalstraße 7A und es wurde abenteuerlich da über 20 km der Straßenneubau über die gesamte Breite erfolgte, mit arbeitenden Maschinen und Bauarbeitern. Nur Schotter und Schrittgeschwindigkeit. Aber wir kamen heile zur E81, die nach Sibiu führte allerdings mit viel Stau auf diese Zubringerstraße. Diese 65 km absolvierten wir in sportlichen 2h. In der Pension dann die Überraschung: in unserem Kühlschrank stand der Einkehrschwung bereit. Vom Vermieter organisierte Biere und der traditionelle rumänische gebrannten Pflaumenschnaps „Țuică“. Besser geht nicht. Dauerte dann auch bis 23.00 Uhr und ohne Abendbrot ging es ins Bett.

Transalpina Transalpina

06.06.2026 Samstag
Ruhiger Tag nach der Bezwingung der Transalpina. Vorbereitung der morgigen Weiterreise. Dann doch noch mit Bolt zum Freiluftmuseum über die rumänische Geschichte in den verschiedenen Regionen mit seinen unterschiedlichen Bauweisen der Häuser und Werkstätten. Alles sehr ländlich und mit einer Kirche, in der gerade geheiratet wurde. Kaffeepause dann dort vor Ort und mit Bolt zurück zur Pension.

 

Freilichtmuseum "Astra" Freilichtmuseum "Astra" Freilichtmuseum "Astra"

Nach Recherche von Petra gingen wir dann zu einer empfohlenen Gaststätte zum Abendessen. Nur 20m entfernt von der Stadtmauer vom Pub, in dem wir am Donnerstag waren(Bierverkostung s.o.). Und wir können nur sagen: bestes Essen in Hermannstadt. Stilvoll angerichtet und geschmacklich super. Gerade wollten wir es traditionell mit Palinka ausklingen lassen, da gesellte sich ein Thomas zu uns an den Tisch. Ein BMW-Fahrer auf der Durchreise. Wir kamen ins Gespräch über „Forz und Feuerstein“ und Fazit: Er hat unserem Andreas 14 Tage später (schon zu Hause) eine Mail geschrieben, dass er wirklich darüber nachdenkt eine Harley zu kaufen, weil es ihm mit uns so gefallen hat. Tja, Advertising ist eben alles! Oder wie Petra sagte: „….oder die 14 Palinka!...“

Abendbrot in der Alststadt von Hermannstadt Abendbrot in der Alststadt von Hermannstadt Abendbrot in der Alststadt von Hermannstadt

7.06.2026 Sonntag
Schweren Herzens und etwas Kopf (Palinka) nehmen wir Abschied vom „Herbergsvater“ und auch 2 Flaschen Țuică im Gepäck mit. Es ging weiter westwärts und etwas nach Norden. Die Karpatenabfahrt nach Oradea ist landschaftlich und kurventechnisch sehr zu empfehlen. Schwungvoll ging es bergab. Gegen 17.00 Uhr waren wir in unserem Hotel in Oradea und 17.30 Uhr, nach dem ersten Bier, die Mädels im Hotelpool. Wir dann auch, da bestimmt 40°C Wassertemperatur. Etwas Bewegung vor dem Abendbrot, das wir auch gleich im Atrium einnahmen. Die Unterbringung der Bikes war übrigens sehenswert. Abgeschlossen in der Hofdurchfahrt. Nach 3 min war Platz für die Bikes. Sehenswert. Nach dem Frühstück ging es wieder auf die Reise.

Abschied Tour nach Oradea Tour nach Oradea Tour nach Oradea
Hotelparkplatz in Oradea Hotel mit tollem Pool

 

08.06.2026 Montag
Im herrlichen Sonnenschein ging es zur rumänisch-ungarischen Grenze und dann kam der Schrecken: die ungarischen Straßen waren ein Graus. Alle 100m stand ein Schild „Achtung Bodenwellen“. Und diese Bodenwellen waren in großer Zahl auch vorhanden. Wir wollten nach Eger zur Burg. In der Burg hielten wir uns 2h auf und erfuhren einiges über die Geschichte der Verteidigung Europas vor den Osmanen. Die Stadt war nicht so sehenswert und wir reisten weiter in die Slowakei Richtung Zvolen. Die Straßen wurden besser und die Spritpreise auch. 1,69€. Gegen 18.30 Uhr Einkehrschwung mit Abendessen in der am Stadtrand gelegenen Pension „Almada“ mit sehr schönem Ambiente, einem Biergarten und netter Belegschaft.

Sterne von Eger
Sterne von Eger Sterne von Eger

09.06.2026 Dienstag
Frühstück und dann unser Orakel: die Wetterapp von Andreas. Wir sollten so früh wie möglich starten, da eine Schlechtwetterfront von Westen im Anmarsch war. Ab 15.00 Uhr sollte in Brünn Land unter sein. Also los. 250 km. Wir fuhren durch ein schönes Gebiet mit schmalen, geschwungenen Straßen Richtung tschechischer Grenze. Trotz nur kurzer Pausen brauchten wir dennoch 5,5 h, blieben aber trocken. Unser Hotel in Brünn erreichten wir gegen 16 Uhr. Es lag am Stadtrand und schien eine Art Konferenzhotel zu sein. Aber nette Belegschaft und die Bikes standen auf dem abgeschlossenen Hof. Einkehrschwung und Absprache wegen der nächsten Weiterfahrt. Hoffentlich trocken.

in Brünn weiter nach Spindlermühle Einkehrschwung

10.06.2026 Mittwoch
Leider war der Wunsch Vater des Gedankens! In voller Regenmontur ging es nach dem Frühstück weiter nordwärts durch Tschechien Richtung Riesengebirge. Wir wollten nach Spindler Mühle. Es wurde eine „herrliche“ Regenfahrt mit einer durchschnittlichen Geschwindigkeit von 40 km/h und schon nach 6 h hatten wir die 240 km Wegstrecke bewältigt. Abfahrt war bei 16 °C und angekommen waren wir bei 11 °C. Das Hotel „Harmony“ war super, denn sie hatten heißes Wasser, eine Wanne und einen Fön. Wurde alles benötigt zur Trockenlegung der Sachen und für uns. Nach dem Abendbrot wurden noch der hoteleigene Pool und Whirlpool von uns besucht, um für den nächsten Tag fit zu sein.

Spindlermühle im Riesengebirge Hotelpool

11.06.2026 Donnerstag
Und es kam, wie es kommen musste. Also probierten wir die „Emmes“- Variante: Regenzeug an und es regnet nicht. Wir hofften, dass der Regengott es bemerkt. Tat er aber nicht. Und wieder eine streckenweise „herrliche“ Schauerfahrt. Diesmal war herrlich nicht ironisch gemeint, da wir durch eine tolle Landschaft bergab vom Riesengebirge nach Polen reinfuhren. Die tschechisch-polnische Grenze war völlig unscheinbar, fast nicht mehr vorhanden. Über Bautzen fuhren wir dann nach Oschatz, unserem letzten Quartier.

von Tschechien nach Oschatz von Tschechien nach Oschatz von Tschechien nach Oschatz

Kurz nach 17.00 Uhr trafen wir im Hotel „Schwan“ ein. Das Hotel befindet sich im Zentrum der Stadt, direkt am Altstadtmarkt. Alles sehr gepflegt und hübsch anzusehen. Der Parkplatz auf dem Hof des Hotels hingegen ist gewöhnungsbedürftig. Etwas für Leute, die enge Einfahrten und viel Bewegung beim Einparken mögen. Aber für Bikes kein Problem und vor allem sicher. Wir hatten schöne Zimmer mit funktionierender Heizung, was notwendig war für die Schuhe und Kleidung. In der hoteleigenen Gaststätte treffen wir eine ehemalige Mitkommilitonin von Conny, natürlich vorher organisiert und einen Biker, der mit einem Ural- Gespann und seiner Frau unterwegs war zu einem Treffen. Seine Frau nennt er übrigens liebevoll mein „Sandsack“! Es wurde ein schöner Abend.

Oschatz - Blick aus dem Hotelzimmer zwei alte Kameradinnen neue Bekannt mit "Ural"

12.6.2026Freitag
Nach dem Frühstück fuhren wir gegen ½ elf los und wieder mit dem „Emmes“- Prinzip. Es waren nur noch 240 km und es ging nach Hause. Prinzip klappt diesmal. Nur ab und zu etwas Nieselregen. Kurze Pause in Linthe, im „Kullmanns“, einem „American Diner“ nachempfundenen Restaurant. Cooles Ambiente und für uns Spargelcremesuppe. Schließlich trafen wir gegen 15.00 Uhr wieder in RN ein. Alles klappte gut.

jetzt geht es nach Hause jetzt geht es nach Hause

Fazit:
Inklusive Deutschland sind wir durch 6 Länder gereist, insgesamt etwas über 3700 km gefahren, in 11 Hotels gewohnt und in 44 Betten geschlafen. Uff. Nur die Strecke bis Breslau Autobahn, alles andere überwiegend herrliche Landstraßenstrecken gefahren.

An dieser Stelle ein riesiges Dankeschön an die Organisatoren. Unser Quartiermeister Petra hat hervorragende Arbeit geleistet. An keiner Unterkunft gab es was zu mäkeln! Ebenso das Herausfinden von örtlichen Besonderheiten war spitze. Aber auch die Arbeit unseres Road Captains Andreas war nicht von schlechten Eltern. So viele schöne Strecken kennengelernt und alles heile geblieben. Hat sich die Weiterbildung bei „Ralle“ gelohnt!

geschrieben wie erlebt: Toppi

Ein paar Fotos gibt es in der Galerie

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