Es war wieder einmal soweit. Wie in jedem Jahr zog es uns an die Karawanken. Die 16. European Bike Week begann in diesem Jahr offiziell bereits am Dienstag. Da aber schon Tage vorher die inoffizielle Party beginnt, machten sich vier Member unseres Chapters bereits am Freitagnachmittag zuvor auf den Weg. Nach einer Übernachtung in Tanna erreichten wir unsere Unterkunft in Ledenitzen am Samstagnachmittag und wurden von “Oma und Opa” und unseren Freunden begrüßt. 110 Jahre Harley Davidson und 30 Jahre H.O.G. war für viele Biker aus vielen Ländern ein weiterer Grund, sich auf den Weg nach Kärnten in Österreich zu machen. In diesem Jahr meinte der Wettergott es wieder besonders gut mit uns. Die Temperaturen stiegen bis auf 28°C, so dass wir Touren in die Umgebung, insbesondere  über verschiedene Pässe nach Slowenien fahren konnten. Wir besuchten in diesem Jahr das Technikmuseum in Ferlach, rutschten gut verkleidet im Schaubergwerk Bad Bleiberg auf Europas längster Bergmannsrutsche über 68m in die Tiefe des Berges. Wir waren bergmännisch gekleidet, ein “Arschleder” war jedoch nicht nötig. Unter Tage besichtigten wir die Stollen und fuhren mit einer echten Grubenbahn zum Lift. Zurück ging es über die Windische Höhe, um dort zu rasten, was mit frisch gebratener Forelle und einem „kleinen“ Snack, dem bekannten Kaiserschmarren einen tollen Abschluss fand.

Harley WLA 1947 im Technikmuseum in Ferlach auf der Bergmannsrutsche Bergleute

 

Nach einem gemütlichen Abend bei Livemusik der “Monroes” und Treffen uns vieler bekannter Biker galt es, die “Tscheppaschlucht” zu bezwingen. Ein Biker ist auch ganz gut zu Fuß unterwegs und bezwingt die Berge mit Schweiß und Tapferkeit. Es war sehr anstrengend, bergauf und bergab auf gesicherten Stegen und Brücken. Wir wurden beeindruckt vom wilden Wasser und tosenden Wasserfällen. Die Natur dort war sehr schön anzusehen und es machte Lust auf „DURCHHALTEN“. Wir waren stolz auf uns und so belohnten wir uns im gewohnten Einkehrschwung im Katharinenhof.

beim Arneitz in der Tscheppaschlucht

Besonders erfrischend war der Faaker See - einfach herrlich es sich gut gehen zu lassen beim Bade und im Hintergrund das Dröhnen der Harleys zu hören. Auch in diesem Jahr haben wohl an die 100.000 Leute den Weg nach Faak gefunden. Dies war dann auf der Parade am Samstag deutlich. Eine sehr schöne Ausfahrt mit wohl ca. 25.000 Bikes über Villach und um den Ossiacher See - auch wir waren dabei!!!

der Faaker See Parade

 

Am Sonntag ging es dann für uns wieder nach Hause, für lange Zeit wurden wir noch von den vielen Bikern begleitet. Eine Woche der Freude ging so schnell vorbei. Wir wollten viel mehr schaffen, aber die Zeit verging viel zu schnell. Im Katharinenhof verabredeten wir uns bereits jetzt für das kommende Jahr, wenn es dann wieder heißt: 17. European Bike Week 2014.

geschrieben wie erlebt: Pucki

Mehr Fotos gibt’s in der Galerie.

aus dem Polizeibericht:

Es wurden während des Events 25 Harleys im Gesamtwert von über 700.000 Euro gestohlen. Sieben Bikes wurden von der Polizei nach Hinweisen aus der Bevölkerung sichergestellt und ein Dieb wurde auf der Flucht in einem Zug gefasst. Es ereigneten sich insgesamt elf Verkehrsunfälle mit dreizehn Verletzten. Zu einem Unfall mit tödlichem Ausgang kam es, als ein Fußgänger von einem Taxi angefahren wurde. Während des gesamten Events gab es keine schweren Gewaltdelikte und keine groben Ausschreitungen. In sieben Zelten wurde Bargeld und Gegenstände geringeren Wertes gestohlen. Die Polizei zeigte Präsenz. 19 Führerscheine wurden entzogen. Radaranzeigen und Organstrafverfügungen gab es etwas mehr als im letzten Jahr. Der Veranstaltungsverlauf wurde von der Polizei als ruhig und friedlich bezeichnet.

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